Aufstellung: Kocki – Axel (Toni, 20.), Mätty, Paddy W., Manuel – Lukas, Rieu, Luke (Paddy E., 87.), Chrissi – Thomas, Timo (Wolfgang, 77.)

Tore: 1:0 Thomas (3.), 1:1 Hommerding (16.), 2:1 Lukas (70., Foulelfmeter), 2:2 Servatius (78.), 3:2 Thomas (87.), 4:2 Rieu (93.)

Was für ein Spiel! Das war nichts für schwache Nerven. Mit unserer Leistung können wir nicht zufrieden sein, mit dem Ergebnis umso mehr.

Es fing schon problematisch an. Daniel fiel kurzfristig aus und wir hatten keinen Torwart mehr. Zum Glück sprang Kocki kurzfristig ein und so hatten wir zumindest einen gelernten Torwart zwischen den Pfosten.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Thomas hatten den Ball gut 30 Meter vor dem Echtersbacher Tor in halbrechter Position. Da er bedrängt wurde, zog er einfach mal in Richtung Tor ab. Der Ball flog zunächst mittig auf das Tor zu, dreht dann jedoch nach rechts ab. Der Torwart reagiert zu spät und der Ball lag plötzlich im Netz. Die frühe Führung war geschafft. Dies hätte eigentlich Sicherheit geben müssen. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Wir schafften es nicht, Pässe über kurze Distanz zum Mitspieler zu spielen. Im Aufbau verloren wir ganz schnell die Bälle an den Gegner oder wussten uns nur mit langen Befreiungsschlägen zu helfen. Unsere Körpersprache und das Zweikampfverhalten waren eine reine Katastrophe. Es lief nichts zusammen. So wurde Echtersbach immer dominanter. Sie spielten zwar selbst nicht gut, waren aber wacher und kombinationssicherer als unser Team. Der Ausgleich zeichnete sich ab. In der 15. Minute konnte Chrissi bei einem Kopfball von Neuhaus noch für den geschlagenen Kocki auf der Linie retten, aber eine Minute später war es soweit. Axel brachte sich selbst in Bedrängnis und foulte dann noch an der Torauslinie seinen Gegenspieler. Der Freistoß kam hoch auf Hommerding, der ungehindert einköpfen konnte.

Statt weiter zu spielen, stellte Echtersbach seltsamerweise jetzt auch selbst den Spielbetrieb ein. So passierte bis zur Halbzeit nichts mehr. In der Halbzeit zog Gästetrainer Harald Keilen seine personellen Register und brachte Stefan Servatius für den Angriff. Der Routinier stellt jederzeit noch eine Gefahr dar und dies sollte ja auch Erfolg haben. In der 60. Minute war Servatius zum ersten Mal frei und lief alleine auf Kocki zu. Zum Glück schob er knapp am linken Pfosten vorbei.

Dann bot sich auch uns eine 100%ige Gelegenheit. Thomas spielte hoch auf Lukas, der den Ball im Strafraum völlig frei annehmen konnte. Er hatte nur noch den Torwart vor sich. Statt überlegt und platziert zu schießen, hämmerte er den Ball über das Tor (67.).

Nur 3 Minuten später hatte Lukas den Ball erneut im Strafraum. Er legte den Ball am Gegner vorbei. Dieser packte den Arm aus und stieß Lukas zu Boden. Da kann man durchaus Elfmeter geben und dies tat der Schiri. Doch wer sollte schießen, nachdem Thomas den letzten Elfmeter vergeigt hatte. Lukas nahm sich den Ball und schoss hart und platziert in die rechte Ecke. Der Torwart hatte keine Chance.

Wolfgang wechselte sich jetzt selbst für Timo ein. Er wollte die Führung verteidigen. Doch Echtersbach drängte auf den Ausgleich. Sebastian Neuhaus ließ mit einer simplen Körperdrehung zwei Verteidiger auf links stehen und brachte von der Torauslinie einen harten Ball nach innen. Kocki war zur Stelle, konnte den scharfen Ball aber nur abklatschen. Servatius drückte den Ball zum Ausgleich über die Linie.

Jetzt wurde es ein offener Schlagabtausch. Wolfgangs Kopfball nach einer Ecke von links konnte im letzten Moment noch vor der Linie geblockt werden (82.).

Das Spiel war hitzig geworden. Harte Aktionen erregten die Gemüter und insbesondere unser Team konnte froh sein, bis zum Schluss noch alle Akteure auf dem Platz zu haben. Der Schiedsrichter zeigte jetzt eine großzügige Auslegung von körperlicher Härte. Dies sollte das Spiel entscheiden.

Einem langen Ball in die Spitze auf der linken Seite lief Thomas nach. Er ging überaus robust in den Zweikampf. Der Gegenspieler fiel, Thomas lief von halblinks alleine auf den Torwart zu und verwandelte in die lange Ecke. Wir waren wieder in Führung und Echtersbach nicht mehr zu halten. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich die Aktion von Thomas abgepfiffen hätte. Aber der Schiedsrichter legte wie bereits zuvor einen anderen Maßstab an. Dies war unser Glück.

In der Nachspielzeit sorgte Rieu mit einem Fernschuss aus 25 Metern nach einem Abpraller für die Entscheidung. Der Ball flog flach in die linke Ecke. Der Torwart war machtlos.

Dann war Schluss. Der wichtige Sieg war unter Dach und Fach. Ob glücklich oder verdient spielt keine Rolle.

Wir müssen uns zwar in den nächsten Wochen steigern, wenn wir gegen andere Mannschaften mithalten wollen, aber an diesem Wochenende sind wir um einen Tabellenplatz gestiegen und haben Stahl überholt.