Unsere Aufstellung:

Bassa - Stone, Lemmes, Mäckes, Franck - Mätty, Andre, Paddy, Axel , - Miele, Julian

Tore: 1:0 Palzer (23.), 1:1 Paddy (30.), 2:1 Rings (65.), 2:2 Gomez (80.)

Besondere Vorkommnisse: Lemmes verschießt Foulelfmeter (76.)

Wolfgang hatte die Startformation umgestellt. Neben den ohnehin fehlenden Dennis und Marcelinios verzichtete er auch auf Thomas. Julian ging in die Spitze und Miele agierte als hängende Spitze über links. Auf der rechten Außenbahn kam Axel zum Einsatz und Franck nahm die Außenverteidigerposition von Dennis ein. Auch Thomas Erschfeld verzichtete in der Startformation auf seinen Topstürmer der letzten Saison, Dominik Grün.

Rittersdorf war vor allem über den pfeilschnellen Marius Hugo über die rechte Außenbahn gefährlich. Dort traf er natürlich auch noch auf Franck, der kein gelernter Verteidiger ist. Franck konnte in vielen Situationen sehr gut klären, war jedoch auch in einigen Situationen nicht auf der Höhe. Dann wurde es direkt gefährlich. So bereits auch in der 3. Minute, als Franck einen hohen Pass mit dem Kopf in den Lauf von Marius Hugo verlängerte und dieser seitlich auf Bassa lief. Zum Glück konnte er nicht verwandeln. Ein Stockfehler von Franck brachte Hugo die zweite Chance, aber er scheiterte an Bassa (9.).

Unser Aufbauspiel litt erwartungsgemäß unter dem sehr holprigen Platz. Ein Passspiel war sehr schwer möglich. Der Passempfänger hatte Probleme, den Ball zu kontrollieren. Erschwert wurde dies durch viele unnötige Fehlpässe. Der kleine Platz und sehr aggressive Rittersdorfer trugen dazu bei, dass wir kein Passspiel aufbauen konnten und bei Ballverlusten Gefahr liefen, einen Gegenangriff einzufangen. Chancen für uns konnten daher nicht erspielt werden. Der Verteidiger Maurice Hugo musste uns schon mit einem katastrophalen Schnitzer am eigenen Strafraum helfen, so dass Miele eine erste Chance hatte. Er traf den Ball allerdings nicht richtig und dieser ging am Tor vorbei (15.).

Aus heiterem Himmel fiel die Führung für Rittersdorf. Bei einem langen Ball aus dem Mittelfeld kam Paltzer aus dem Abseits zurück gelaufen und nahm den Ball auf. Er zog aus gut 25 Metern ab und Lemmes dreht den Oberkörper in den Ball. Er wurde am Arm getroffen und der Schiedsrichter Schaal entschied auf Freistoß. Diesen kann man geben, muss man aber nicht geben. Paltzer lief an und schlenzte den Ball über die Mauer aus 20 Metern in die rechte Ecke. Da hatte Bassa keine Chance (23.).

Zum Glück konnten wir relativ schnell auf fast identische Art und Weise zurückschlagen. Mäckes war in zentraler Position gut 20 Meter vor dem gegnerischen Tor gefoult worden. Jeder rechnete mit einem Hammer von Andre, da schnippelte Paddy den Ball mit links um die Mauer flach in die Ecke zum 1:1 (30.).

Unsere Fehler erlaubten Rittersdorf weitere Chancen. 2 Verteidiger flogen unter einem hohen Ball durch und plötzlich hatte Lamberty die Schusschance. Ein Reflex von Bassa verhinderte die erneute Führung (35.). In der 39. Minute bekam Julian einen Pferdekuss verpasst und musste durch Thomas ersetzt werden.

Fast mit dem Pausenpfiff wieder die Chance für Rittersdorf. Ein langer Ball auf rechts, Franck spekulierte auf Abseits und setzte nicht nach und Hugo stand wieder frei vor Bassa. Der hielt uns erneut im Spiel (44.).

Dann war Pause. Es war ein sehr schlechtes Spiel. Rittersdorf war aggressiv und spielte fast ausschließlich lange Bälle nach vorne. Wir bemühten uns um einen geordneten Spielaufbau, hatten aber zu viele Querschläger, Fehlpässe und Stockfehler im Spiel. Dieses Spiel setzte sich auch in der zweiten Hälfte fort. Leider ließ der bis dato gut leitende Schiedsrichter Schaal in der zweiten Hälfte nach und so wurde es zuweilen turbulent und hektisch.

Die erste Chance der zweiten Halbzeit hatte Ritterdorf, aber Paltzer scheiterte nach einem langen Ball mit seinem Schuss. Der Ball flog am Tor vorbei und Paltzer wurde durch Grün ersetzt (62.).

Aus weiterem Himmel auch die erneute Führung für Rittersdorf. Erneut ein langer Ball aus dem Mittelfeld auf die Außenbahn, diesmal allerdings auf links. Stone stand völlig verkehrt und so lief Rings in seinem Rücken in die Gasse und seitlich auf den Strafraum zu. Bassa machte den Neuer und tauchte an der Strafraumgrenze zur Rettung auf. Dies war die willkommene Gelegenheit für Rings, der über Bassa zum 2:1 einschoss (65.). Zur Ehrenrettung von Bassa sei gesagt, dass er uns mit mehreren Glanzparaden im Spiel hielt. Dieser Ausflug war allerdings katastrophal und unnötig. Ein typischer Neuer halt eben.

Unsere Mannschaft war jetzt unter Zugzwang und wurde offensiver. Rittersdorf zog sich weiter zurück. Bei einem Freistoß von Andre aus dem Mittelfeld ging Thomas im Gedränge im Strafraum zu Boden und Schiri Schaal zeigte auf den Punkt sowie Zeimantz die gelbe Karte. Er hatte offenbar ein Klammern gesehen. Im Gedränge war dies für uns nicht auszumachen. Lemmes trat zum Strafstoß an. Sein schwach getretener Ball konnte von Torwart Hilden zur Seite abgeklatscht werden und Thomas scheiterte mit dem Nachschuss (76.). Dies ließ nichts Gutes erahnen.

Unsere Mannschaft kämpfte weiter. Nach einer sehenswerten Kombination über Lukas und Andre, schoss Thomas den Ball leider knapp über den Kasten (78.).

In der 80. Minute gab es Abstoß für Rittersdorf. Hilden spielte zum unbedrängten Zeimantz. Der brauchte zu lange und Thomas konnte an der Außenbahn den Ball erobern. Er wollte in die Mitte auf Gomez flanken. Der Ball rutschte ab und flog Richtung Tor. Dort klatschte er an die Latte und Gomez nickte den Abpraller ein.

Wir waren jetzt am Drücker, konnten aber keine hochkarätigen Chancen mehr erspielen. Wir hatten sogar Glück, nicht noch zu verlieren. Franck hatte wieder bei einem Pass in seinen Rücken nicht geschaltet. Hugo lief seitlich frei auf Bassa zu, der aber erneut parieren konnte (83.).

So endete das Spiel mit einer gerechten Punkteteilung. Keine der beiden Mannschaften hatte den Sieg verdient. Es war ein technisch niveauarmes Spiel, das lediglich vom Kampf lebte. Bei den Platzverhältnissen war dies aber auch nicht anders zu erwarten. Wir waren erneut ebenbürtig und können in einem Auswärtsspiel gut mit einem Punkt leben.