Unsere Aufstellung:

Bassa - Stone, Lemmes, Mäckes, Dennis - Mätty, , Andre, Paddy, Chrissi W.(Gomez, 46.) - Thomas (Marcelinios., 83.) Julian (Axel, 70.)

Tore: 0:1 Alexander Remche (61.), 1:1 Thomas (82.)

Das Minimalziel wurde erreicht und ein Punkt aus Stahl mitgenommen. Das Ergebnis war für uns allerdings glücklich. Unsere Mannschaft konnte nicht an die Leistungen der Vorwoche anknüpfen. So sind wir sehr zufrieden und bleiben ungeschlagen. Nach zwei schweren Spielen 4 Punkte zu haben, ist ein gutes Ergebnis.

Wolfgang hatte die Anfangsformation etwas geändert und Mätty aus der Abwehr auf die 6er-Position gezogen. Für ihn kam Lemmes in die 4er-Kettte. Auf der Außenbahn fing Chrissi an.

Stahl übernahm von Beginn an das Kommando und hatte mehr Ballbesitz. Mit dem quirligen Alexander Remche auf der linken Außenbahn hatten Stone und Mäckes ständig Mühe und wurden mehrfach ausgespielt. Von dort gingen die gefährlichsten Aktionen aus. Die Pässe in die Mitte landeten jedoch allesamt bei unseren Verteidigern. Auf der anderen Seite hatte Dennis Yannick Mutsch sehr gut im Griff und Wladislaw Sartison konnte sich im Zentrum nicht durchsetzen. Es zeichnete sich allerdings bereits früh ab, dass wir gedanklich nicht schnell genug waren. Immer wieder kamen wir zu spät und verhielten uns in Zweikämpfen nicht clever. Zum Glück waren Wolken aufgezogen und die Temperaturen daher erträglich. Daran kann es also nicht gelegen haben.

Stahl konnte als besten Abschluss in der ersten Hälfte einen Fernschuss von Daniel Pertsch verzeichnen. Wir waren besonders nach langen Freistößen aus dem Mittelfeld in die Spitze gefährlich. So waren Julian und Thomas fast erfolgreich, verfehlten jedoch das Tor. Hätte Thomas seinen Ball durchgelassen, wäre er vermutlich im Tor eingeschlagen. Aus so kurzer Entfernung hätte der Torwart kaum noch reagieren können. Eine gute Chance hatte noch Mätty, der nach einem Eckball unter dem Ball durchsegelte. Ansonsten litt unser Aufbauspielen unter chronischen Ungenauigkeiten. Die Pässe kamen nicht an oder es dauert viel zu lange, bis der Ball verarbeitet wurde. Wir wirkten in der ersten Halbzeit nicht wach und nicht aggressiv.

In der Nachspielzeit hatten wir dann doch noch einen Hochkaräter. Dennis eroberte am eigenen Strafraum nach einem Eckball den Ball und zog ungestört die gesamte Seitenauslinie entlang. Stahl war aufgerückt und bot viel Platz. Sein Pass in die Mitte wollte Andre als Direktabnahme auf das Tor schießen, traf den Ball aber nicht und scheiterte kläglich.

In der Halbzeit forderte Wolfgang, eine Schippe drauf zu legen. Dies muss die Mannschaft falsch verstanden haben. Man hatte den Eindruck, sie hätte eine Schippe mehr auf den Schultern. Die Bewegungen wurden noch langsamer. Wir kamen nicht mehr in die Zweikämpfe und waren körperlich und geistig nicht anwesend. Die Bälle wurden jetzt überwiegend nach vorne geschlagen. Gelungene Kombinationen über mehrere Stationen war nicht mehr zu sehen. Unsere Spieler waren jetzt für die Stahler nur noch bewegliche Hindernisse. So ergaben sich jetzt immer häufiger hochkarätige Chancen. Alexander Remche, Daniel Pertsch und Vitali Krause scheiterten nur knapp oder Bassa konnte parieren. Wir bettelten förmlich um den Gegentreffer und dies wurde dann auch von Stahl erhört.

Ein langer Ball aus der Stahler Abwehr wurde wieder einmal nicht kontrolliert, sondern planlos geklärt. Die Stahler waren sofort wieder in Ballbesitz und wurden nicht angegriffen. Den Pass nach vorne konnte Daniel Pertsch in aller Ruhe annehmen und in die Gasse zu Alexander Remche spielen. Der zog die Linie entlang, konnte allerdings gestellt werden. Wir eroberten am eigenen Strafraum den Ball. Mäckes klärte die Situation allerdings nicht, sondern servierte Alexander Remche den Ball auf dem Silbertablett. Der zog aus 14 Metern ins kurze Eck ab (61.) : 0:1.

Auch der Gegentreffer war kein Wecksignal. Es folgte erst ab der 75. Minute eine Reaktion unserer Mannschaft. Es war abermals ein langer Freistoß von Paddy von der Mittellinie, der Gefahr brachte. Der Ball ging durch Freund und Feind und konnte vom Torwart nur abgeklatscht werden. Mäckes flog am Abpraller vorbei und Stahl klärt ins Seitenaus. Den Einwurf klärt Stahl mit dem Kopf am Strafraum. Der Ball landet bei Thomas, der seitlich abzieht und der Ball fällt im Bogen auf die Torlatte. Da hätte der Torwart keine Chance gehabt (75.). Auf einmal war unsere Mannschaft dominierend und wollte den Ausgleich erzielen. Stahl konterte jetzt, scheiterte jedoch durch den eingewechselten Nico Britz (80.).

Unsere gefährlichste Waffe leitete den Ausgleich ein. Paddy schlug wieder von der Mittellinie einen Freistoß in den Strafraum. Ein Stahler Verteidiger konnte den Ball nur nach oben abwehren. Mätty ging zum Kopfball hoch und prallte mit seinem Gegenspieler zusammen. Dieser blieb am Boden liegen. Thomas nahm den Ball gedankenschnell auf und schoss ihn aus 8 Metern ins rechte Eck (82.). Stahl reklamierte zwar ein Foulspiel und war der Meinung, dass der Ball ins Aus hätte gespielt werden müssen, da der Spieler sich verletzte. Der Schiedsrichter gab den Treffer allerdings zu Recht. Die Verletzung des Stahler Spielers stellte sich als nicht so schlimm heraus. Nach kurzer Behandlung konnte er weiterspielen.

Wolfgang nahm jetzt Thomas vom Platz und brachte Marcelinios. Wir blieben zwar spielbestimmend, konnten aber keine hochkarätigen Chancen erspielen.

In der zweiten Halbzeit gab es eine längere Verletzungspause, da der Stahler Torwart sich am Knie verletzt hatte und länger behandelt werden musste. Diese Zeit wurde natürlich nachgespielt. So schrieben wir die 95. Minute, als wir Stahl zum Sieg einluden. Erneut setzte sich Stahl über links durch und der Angreifer tanzte mehrere Mettericher Verteidiger aus, die sich allerdings auch schülerhaft verhielten. So stand er plötzlich frei vor Bassa im Strafraum und musste nur noch einschieben. Er hatte die Rechnung aber ohne Dennis gemacht. Der kam von der Seite angeflogen und grätschte Ball und Spieler weg. Was zuerst getroffen wurde, war nicht auszumachen. Der Schiedsrichter ließ weiter laufen und pfiff kurz darauf ab.

Stahl war zwar in der Summe vielleicht etwas besser, aber die Stahler sprachen nach dem Spiel von einem insgesamt gerechten Unentschieden.

 

Ein Gruß geht an dieser Stelle noch an die treuen Leser Emmi und unseren Ehrenvorsitzenden Erich, die immer bereits sehnsüchtig auf den Bericht warten.

Erich, ich habe es auch heute wieder geschafft, dass du den Bericht noch vor dem Schlafengehen lesen kannst.