Unsere Aufstellung:

Bassa - Dennis, Mätty, Mäckes, Paddy - Lämmes (Stone, 85.), Marcel, Kevin, Andre, Chrissi (79., Franck) - Julian

Tore: 0:1 Chrissi (54.)

Die Revanche für die Hinspielniederlage ist geglückt. Unsere Mannschaft präsentierte sich als kampfstarke Einheit und verdiente sich den Sieg. Guter Fußball sieht allerdings anders aus. Dies war jedoch zweitrangig, da es in diesem Spiel nur um die Punkte ging und wie im Vorbericht angekündigt, nicht um einen Schönheitspreis. Bollendorf hat ebenfalls gewonnen, so dass es jetzt nur noch den Zweikampf zwischen Bollendorf und uns um den zweiten Platz gibt. DIST hat die Meisterschaft gesichert. Hierzu herzlichen Glückwunsch! Wer die Saison so konstant spielt, hat den Titel definitiv verdient.

Unsere Mannschaft begann das Spiel sehr fokussiert. Sie war von der ersten Minute an hellwach, in den Zweikämpfen präsent und aggressiv. Zudem überzeugte die Mannschaft auch spielerisch. So waren wir eindeutig das dominierende Team. Einzig zwingende Torchancen fehlten. So musste ein missglückter Abwehrversuch eines Dudeldorfer Abwehrspielers für die größte Gefahr sorgen (13.).

Dies war dann der Startschuss für bessere eigene Gelegenheiten. Zunächst passte Andre zu Chrissi in die Gasse. Der Ball wurde allerdings etwas zu lang, so dass Chrissi nach außen abgedrängt wurde. Seine Flanke war für Julian etwas zu hoch (15.). Einen Schuss von Paddy aus 13 Metern konnte der Torwart parieren (17.) und Mätty setzte einen Kopfball nach Freistoß von Marcel unbedrängt am Tor vorbei (19.).

Aus dem Nichts folgte die erste Dudeldorfer Gelegenheit. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau lief plötzlich Sebastian Mühlen alleine über die rechte Seite. Sein Schuss verfehlte jedoch das Tor (22.). Noch in der gleichen Minute fast eine Kopie der vorherigen Situation. Erneut wurde der Ball im Mittelfeld verloren. Dudeldorf spielte den langen Ball nach vorne. Mätty, der heute nicht seinen besten Tag hatte, sah im Zweikampf mit Jan Maas schlecht aus und dieser lief alleine auf Bassa zu. Seinen Schuss aus kurzer Distanz klatschte Bassa ab und den Nachschuss setzte Jan Maas neben das Tor.

Nach einem Freistoß von Paddy hatte erneut Mätty eine hervorragende Kopfballchance. Wiederum konnte der Torwart den Ball halten (25.).

Nach einem verunglückten Pass von Chrissi gab es Einwurf für Dudeldorf in Höhe unseres Strafraums. Kevin wollte den Ball mit dem Kopf klären, verlängerte ihn jedoch unglücklich. Der Ball landete bei Jan Maas im Strafraum, der ließ mit einem Heber noch einen Abwehrspieler aussteigen und zog dann volley ab. Der Ball flog genau auf das lange Eck. Bassa tauchte ab, flog wie ein Adler und lenkte den Ball noch um den Pfosten (28.). Weltklasse! So hielt Bassa uns in dieser Phase die 0.

Nach der ersten Viertelstunde verloren wir die Kontrolle über das Spiel. Wir verloren zu viele einfache Bälle. Dies galt für Zweikämpfe wie auch für Pässe. Dudeldorf kam selbst nicht zu einem kontrollierten Spiel und so war es recht wilder Fußball.

Kurz vor der Halbzeitpause wären wir fast in Führung gegangen. Es war mal wieder ein sehenswerter Spielzug. Kevin passte auf Dennis hinaus, der zog über die rechte Seite und flankte vor das Tor zu Chrissi. Der nahm den Ball an, hatte allerdings keine Schusschance. So schob der den Ball zu Julian, der sofort von halbrechts aus kurzer Distanz abzog. Der Torwart konnte den Ball an den langen Pfosten lenken (43.). So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit übernahmen wir wieder das Heft des Handelns. Bei einem schnellen Gegenzug lief Andre mit dem Ball durch das Mittelfeld und passte auf den freien Lämmes auf die rechte Seite. Dieser lief allein auf den Torwart zu, sein Abschluss war allerdings weder Fisch noch Fleisch. Er wollte den Ball am Torwart vorbei lupfen, aber er traf den Ball nicht richtig und so lief der Ball neben das Tor (46.).

Jetzt waren wir am Drücker. Ein Fernschuss von Marcel sowie eine Doppelchance von Julian waren weitere Höhepunkte. Die Führung lag in der Luft. Und sie sollte auch kommen.

Dudeldorf spielte einen hohen Ball auf die rechte Seite. Dennis wurde in der Luft angegangen und viele rechneten mit einem Pfiff. Dieser erfolgte nicht. So wurde der Ball von uns nach vorne geschlagen und auf einmal standen Julian und Chrissi Mitte der gegnerischen Hälfte völlig alleine mit dem Ball. Dudeldorf reklamierte sofort Abseits und blieb stehen. Julian wäre auch definitiv im Abseits gewesen. Chrissi war allerdings von der Mittellinie aus nach vorne gelaufen und vermeintlich kein Abseits. So sah es auch der Schiedsrichter. Julian griff nicht in das Spiel ein und stand so nur passiv im Abseits. Chrissi nahm den Ball an und lief nach vorne auf den Torwart zu. Es setzte kein Gegenspieler nach. Zum Glück spielte Chrissi weiter. Er stand vor dem Torwart, machte den Ball nochmals ruhig und schob ihn in aller Ruhe in die linke Ecke. Cool! Supercool!. Auch Chrissi freute sich zunächst nicht richtig. Alle blickten zum Schiedsrichter. Der zeigte zur Mitte: 1:0 (54.). Heftigste Proteste der Dudeldorfer folgten. Wolfgang Ries als Schiedsrichter blieb bei seiner Meinung.

Jetzt wurde das Spiel vogelwild. Dudeldorf wurde offensiver und drängte unsere Mannschaft zurück. Spielerisch enttäuschte Dudeldorf aber auf ganzer Linie. Es wurden viele Bälle einfach mal lang nach vorne gespielt, in der Hoffnung, dass sich eine Gelegenheit ergibt. Unsere Mannschaft passte sich dem Spiel an und knallte die Bälle einfach nur zurück. Wurde einmal kontrolliert gespielt, wurden die Konterchancen nicht konsequent ausgespielt und kläglich vergeben. Das 2:0 hätte bei der Vielzahl an Kontern in dieser Phase fallen müssen. So mussten wir bis zum Ende zittern. Aber es reichte.

Erfreulich war, dass das Spiel zu jeder Zeit fair ablief. Auch nach der umstrittenen Führung eskalierte das Spiel nicht. Nach dem Spiel klatschten sich die Spieler fair ab und es gab kein böses Wort. Vorbildlich!

Wolfgang Ries hatte das Spiel jederzeit im Griff und brachte mit klaren Entscheidungen und klärenden Worten Ruhe in das Spiel. Er war auf Ballhöhe und konnte Entscheidungen aus nächster Nähe treffen.

Auch auf Seiten der für das Wetter zahlreichen Zuschauer kochten keine unnötigen Emotionen hoch. Jeder fieberte mit seiner Mannschaft mit. Es gab keine bösen Worte gegen das andere Team. So lieben wir das Derby und freuen uns auf die nächste Begegnung.