Es ist wieder soweit: Das Derby steht an: Dudeldorf gegen Metterich. Das ist wie Schalke gegen Dortmund, die Löwen gegen die Bayern. Da muss man nicht viele Worte verlieren. Da zählt das Ergebnis.

Die jungen Fans werden nicht wissen, wo die Rivalität überhaupt herkommt. Dudeldorf und Metterich bildeten bis in die 90er Jahre eine Spielgemeinschaft und klopften mehrfach an das Tor zur Bezirksliga. Zu dieser Zeit war auch ich für die erste Mannschaft aktiv und erlebte viele Höhen und Tiefen. Dann kam allerdings die Trennung. Die lief nicht gerade harmonisch ab und so entwickelte sich eine enorme Rivalität. Es gab Zeiten, da waren in einer Saison nur die Spiele gegen Dudeldorf entscheidend, ob es eine erfolgreiche Saison war oder nicht. Stefan Salzburger ist der einzige Spieler, der diese Zeit noch miterlebt hat.

Zum Glück haben sich die Emotionen mittlerweile etwas abgekühlt und man geht wieder normal miteinander um. Die Derbys sind nicht mehr so geladen wie früher. Aber gewinnen will man trotzdem. Das macht auch das Besondere am Duell aus. Für viele Zuschauer ist die Frage des Siegers heute wichtiger als für die Spieler. Aber die Spieler bekommen die Stimmung und Rivalität natürlich mit und übertragen diese auf das Spiel.

Und in diesem Spiel geht es für beide Mannschaften um sehr viel. Dudeldorf wahrt nur mit einem Sieg seine letzte kleine Chance auf den zweiten Platz. Zudem würde man uns zu gerne ein Bein im Kampf um Platz zwei stellen, selbst wenn es für Dudeldorf nicht mehr reicht. Wir müssen punkten, um weiterhin an Bollendorf dran zu bleiben. Und wir haben das Hinspiel zu Hause mit 4:1 verloren. Dies war eine bittere Niederlage, für die wir uns revanchieren wollen. Dudeldorf tritt mit der klaren Empfehlung eines 5:0-Sieges in Oberkail an. Der Hartplatz kommt der Mannschaft sicherlich auch entgegen. Wir haben durch das 0:0 einen kleinen Rückschlag erlitten, der durch die Bollendorfer Niederlage aber nicht ganz so gravierend ist.

Am Sonntag zählt nur eines: Kampf, Kampf und nochmals Kampf. Wenn unsere Mannschaft nicht bereit ist, alles zu geben, dann wird es in Dudeldorf nichts zu erben geben. Was Wille und ein wenig Glück bewirken können, mussten wir im Hinspiel erfahren. In dieser Phase der Saison zählen einzig Ergebnisse. Schönheitspreise sind für die Galerie.

Schiedsrichter der Partie wird Wolfgang Ries sein. Dies ist mit Sicherheit eine sehr gute Entscheidung des Ansetzers. Er ist ein souveräner und laufstarker Schiedsrichter, der mit klaren Entscheidungen auf Ballhöhe ein Spiel lenken kann. Aufkommende Emotionen auf beiden Seiten wird er in geordnete Bahnen lenken können und ansonsten zieht er auch notwendige Konsequenzen.

Wir sind gespannt, was das Spiel bringen wird.

Anpfiff ist am Sonntag in Dudeldorf um 14.30 Uhr.