Logbuch des FC Metterich 1967 e.V.,  auf dem Flug durch die Regularien eines Fußballverbandes und im Kampf mit einem unsichtbaren Gegner. Sternenzeit: Samstag, dem 05.12.15 um 19 Uhr

Aufgrund des vielen Regens, war schon früh klar, dass in Metterich am 06.12.15 nicht gespielt werden kann. Als pflichtbewusster Verein kümmerten wir uns um einen Ausweichplatz. Wir wurden in Kyllburg auch fündig. Da aber auch die zweite und dritte Mannschaft der SG Badem/Kyllburg/Gindorf an diesem Wochenende nach Kyllburg auswich, konnte weder um 12.30 Uhr noch um 14.30 Uhr gespielt werden. Diese Spielzeiten waren bereits belegt. Da Kyllburg Flutlicht hat, konnten wir aber den Platz für 16.30 Uhr haben. Gesagt, getan.

Ich rief den Staffelleiter an und teilte ihm unsere Absicht mit. Er bat mich, dies bitte mit dem Gegner SG Gilzem/Idesheim II zu klären. Kein Problem: Denkste! Ab Donnerstag versuchte ich den Trainer des Gegners zu erreichen. Ich versuchte es auf dem Handy, dem Festnetz, per SMS und hinterließ auch eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Ich habe bis jetzt keine Reaktion erhalten. Parallel telefonierte unser Trainer mit dem zweiten Vorsitzenden am Freitag. Er erhielt die Zusage, bis zum Abend einen Rückruf zu erhalten. Auch dieser erfolgte nicht. Heute Mittag rief ich dann den Staffelleiter an und informierte ihn, dass der Gegner jeglichen Kontakt verweigert. Er sagte, er würde dies dann selbst versuchen. Ein Rückruf kurze Zeit später und er teilte mir mit, dass er innerhalb der nächsten beiden Stunden, also bis 16 Uhr, eine Aussage vom Gegner erhalten solle. Gilzem hätte personelle Probleme und müsse dies erst klären. Als ich gegen 18 Uhr immer noch keine Information hatte, rief ich den Staffelleiter wiederum an. Es sei alles nicht so einfach, informierte er mich. Ein Vertreter von Gilzem würde mich gleich anrufen. Dieser Anruf kam dann tatsächlich. Der Vertreter des Vereins teilte mir mit, dass der Torwart Landwirt sei und um diese Uhrzeit nicht mehr spielen könne. Es würde ihm furchtbar leid tun, sie hätten wirklich gerne gespielt. Aber ohne Torwart würden sie nicht antreten.

Meiner Anmerkung, dass das Hinspiel auf ihren Wunsch hin auf genau diese Uhrzeit am Samstag verlegt wurde, entgegnete er, dass in diesem Spiel der A-Jugendtorwart im Tor war und dieser am Sonntag nicht spielen könne. Weitere Diskussionen ersparte ich mir.

So kann es also gehen. Ärgerlich ist, dass wir im Hinspiel einer Spielverlegung zugestimmt haben, obwohl wir nicht alle Leute an Bord hatten. Dies werden wir uns bei der nächsten Anfrage dieses Gegners bestimmt sehr gut überlegen. Noch ärgerlicher und höchst unsportlich empfinde ich es, dass der Gegner es noch nicht einmal nötig hat, auf unsere Anfrage zu reagieren. Erst nach dem Anruf des Staffelleiters kam Bewegung in die Geschichte. So geht man eigentlich nicht miteinander um. Zum Glück kann man mit den meisten Vereinen auf anderen Basis operieren. So wurde das Spiel jetzt für kommenden Sonntag angesetzt.